Home

rTMS

Schmerzen

Schmerzen können bei einer Vielzahl neurologischer und nicht-neurologischer Krankheiten vorkommen. Aufgabe des Neurologen ist es, neurologischer Schmerzursachen zu erkennen und Schmerzen adäquat zu therapieren. Dies erfolgt oft in Zusammenarbeit mit anderen Fachrichtungen.

Bei Kopfschmerzen ist z. B. neben einer eingehenden neurologischen Untersuchung oft auch eine hals-nasen-ohren- und augenärztliche Untersuchung notwendig, da Kopfschmerzen z. B. ursächlich auch durch unerkannte Sehfehler oder Entzündungen der Nasenebenhöhlen ausgelöst werden können.

Nacken und Schulter-Arm-Schmerzen erfordern häufig eine Zusammenschau neurologischer und orthopädischer Untersuchungsergebnisse. Chronischen Nacken-Schulter-Arm-Schmerzen können eine Vielzahl neurologischer und orthopädischer Erkrankungen zu Grunde liegen. Eine kurze Übersicht neurologischer Ursachen (insbesondere Nervenengpaßsyndrome - "eingeklemmter Nerv") findet sich hier.

Nach adäquater neurologischer und neurophysiologischer Diagnostik erfolgt eine auf das Krankheitsbild individuell zugeschnittene Therapie, welche oft eine interdisziplinäre multimodale Schmerztherapie ist, die zudem nicht auf die Möglichkeiten der sog. "Schulmedizin" beschränkt sein muß.

Bei einigen Formen chronischer Schmerzen, die bislang oft nicht ausreichend durch Medikamente und physikalische Maßnahmen gelindert werden können, und bei der sog. Schmerzkrankheit, bei der aufgrund wissenschaftlicher Daten davon ausgegangen wird, daß schmerzbedingt regulatorische Prozesse im zentralen Nervensystem paradoxerweise letztlich wieder schmerzverstärkend wirken, gibt es ermutigende Ansätze, diese fehlfunktionierenden neuronalen Netze mittels transcranieller Magnetstimulation (rTMS) positiv beeinflussen zu können, mit dem Effekt einer signifikanten Schmerzreduktion und Reduktion von Schmerzmitteln [Übersicht bei Lima M und Felipe F, Neurology 2008;70:2329-2337].