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Behandlung des Tinnitus mittels repetitiver trancranieller Magnetstimulation (rTMS)

Tinnitus ist weit verbreitet, häufig unerträglich und therapieresistent. Chronischer Tinnitus entsteht nicht im Ohr, sondern im Gehirn. Es scheint eine genetische Bereitschaft zur Fehlverarbeitung im Gehirn zu geben. In der PET (Positronenemissionstomographie) konnte bei Patienten mit chronischem Tinnitus eine vermehrte regionale Hirndurchblutung als Ausdruck einer vermehrten Hirnaktivität in den für die Hörwahrnehmung zuständigen Hirnarealen nachgewiesen werden.

Mittels rTMS kann diese Störung positiv beeinflußt werden. Das Prinzip der rTMS: Wiederholte (repetitive) magnetische Impulse, die schmerzlos über dem zentralen Nervensystem mit Hilfe einer Magnetspule abgegeben werden, führen je nach Reizfrequenz zu einer vorübergehenden Veränderung der Transmission hemmender oder erregender Neurone und bewirken so eine Modulation vorbestehender synaptischer Bahnung. Mit rTMS kann in Abhängigkeit der Stimulationsfrequenz sowohl eine relative Aktivierung als auch eine relative Deaktivierung von Hirnarealen vorgenommen werden.

Die prinzipielle Wirksamkeit der rTMS bei Tinnitus wurde in mehreren internationalen naturwissenschaftlichen Studien insbesondere aus Deutschland und den USA in den letzten Jahren nachgewiesen. (Beschreibung der Technik durch Dr. Langguth) Die Abb. zeigt einen Magnetstimulator.

Abb.: Magnetstimulator, Fa. Medtronic



rTMS-Behandlungen können bei uns im Rahmen eines individuellen Heilversuchs durchgeführt werden. Die Behandlung erfolgt in der Regel innerhalb von 2-4 Wochen an 10-20 Tagen für jeweils ca. 20-30 Minuten. Vor Behandlungsbeginn sind in einem ausführlichen Vorgespräch medizinische und technische Fragen bezüglich Indikationsstellung, Ablauf und Kostenübernahme zu klären. Nähere Informationen und Anmeldung: 069-1563-1581


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